Reflexion der Gesellenprüfung Winter 2010/11

Bei diesem Prüfungsdurchgang wurde als Prüfstück von den Prüflingen eine AFO mit selbst hergestellten Knöchelgelenken angefertigt. Eine der Arbeitsproben bestand darin, eine Garnierung für die AFO herzustellen. In einer weiteren Arbeitsprobe wurde ein Patientengespräch gefordert, in dem eine KO (V-Force von Sporlastic) nach einer Vorbereitungszeit von 10 Minuten am Patienten justiert werden musste.

 

Bei einigen Prüflingen waren besonders die handwerklichen Leistungen in der Herstellung der AFO Gesprächsstoff, denn viele der Orthesen wiesen teils massive Mängel in der Verarbeitung auf. Ins Gewicht fiel auch wieder Mängel in der Funtionalität der Prüfstücke. Insbesondere

 

  • die Metallverarbeitung (Schränkarbeiten, Kantenbearbeitung, Bohren)
  • die Lederverarbeitung (Zuschnitt, Sauberkeit, Passform)
  • und die Näharbeiten

 

entsprachen in vielen Fällen nicht den Kriterien.

Reflexion der Gesellenprüfung 2009: Woran hats gelegen?

Wie bei jeder Gesellenprüfung gab es auch bei der Gesellenprüfung Winter 2009/ 2010 viel Positives aber auch viel Verbesserungswürdiges. Einige Prüflinge haben mit guten Ergebnissen und einem vorausschauenden Zeitmanagement eine mehr als solide Leistung abgeliefert. Es gab Prüflinge, die mit einem breiten Kreuz und gutem Hintergrundwissen in die Arbeitsprobe "Patientengespräch" gegangen sind und auch mit erhobenem Kopf diesen Teil der Prüfung wieder verlassen haben. Ebenso gab es jedoch Prüflinge, die sich nicht solide vorbereitet haben und demnach die Prüfung mit gesenkten Schultern verlassen haben. Woran hat es gelegen?

 

Nach einstimmiger Meinung des Gesellenprüfungsausschusses blieben besonders die Leistungen Prüfungsteil "Patientengespräch" bei vielen unter den Erwartungen. Rezepte wurden falsch gelesen, einfache Standardartikel aus dem Sanitätshaus-Sortiment (nichts Spektakuläres! Knie-, Knöchel- und Handbandagen, Epi-Spangen und Cervicalstützen...) konnten nicht fachgerecht angelegt werden und Basiswissen zum medizinischen Hintergrund fehlte. Viele Prüflinge hätten ihre Endnote erheblich verbessert, hätten sie sich auf diesen Teil der Prüfung besser vorbereitet und gezeigt, dass sie wirklich kompetent und fundiert beraten können. Aber auch die handwerklichen Leistungen blieben bei dieser Prüfung hinter den Erwartungen!

 

Tips vom Prüfungsausschuss für zukünftige Prüflinge:

 

  • Geht regelmäßig ins Sanitätshaus und lest die Beipackzettel der Standardprodukte durch. Bei diesem Teil der Ausbildung tragt Ihr selbst die Verantwortung!
  • Äußert Euren Ausbildern gegenüber Lücken in Euren praktischen Fertigkeiten. Auch Ausbilder sind nur Menschen und können im Alltagsstress nicht "hellsehen", wo Ihr Lücken habt!
  • Zeigt Engagement und Verantwortung in Bezug auf die Vorbereitung Eurer praktischen Prüfung. Viele Gesellen und Meister bleiben gerne länger wenn sie SEHEN, dass der Prüfling Ehrgeiz und Eigenverantwortung zeigt!
  • Bildet Lerngruppen in denen Ihr Lernkarten vergleicht, austauscht und wiederholt. Wer allein arbeitet und lernt addiert - wer zusammen mit anderen arbeitet und lernt multipliziert!
  • Übt Patientengespräche mit Euren Mitschülern. Macht Euch Listen oder Leitfäden zu verbesserungswürdigen Teilen beim Patientengespräch und woran unbedingt gedacht werden muss.
  • Reflektiert mit Euren Ausbildern wo es potentiell zu "Sollbruchstellen" in Euren Prüfungsleistungen kommen könnte.
  • Sprecht mit so vielen Gesellen wie möglich über deren Prüfung. Auch hier werdet Ihr wertvolle Tips bekommen!

Leitmotto des Monats: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

Was läuft denn so in der Schule?

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16.03.2012...

Ganganalyselabor, dynamische Fußdruckmessung. Jeder darf mal...

 

In enger Kooperation mit dem Softwarehersteller CONTEMPLAS ensteht derzeit ein Haltungs- und Ganganalyselabor am Schulzentrum Walle. CONTEMPLAS fördert die Ausbildung an unserem Schulzentrum, indem neueste Softwaremodule gespendet werden, die eine qualitätsorientierte und valide Analyse des menschlichen Gangs ermöglichen.

Durch die großzügige Spende von CONTEMPLAS lernen unsere Auszubildenden nun nachhaltig die Anwendung der Analysesoftware TEMPLO und entwickeln ein ausgeprägtes Verständnis über den menschlichen Gang.